Auf einen Blick

Stationäre Angebote

Rechtliche Grundlagen: § 27 in Verbindung mit §§ 34 und 41 SGB VIII sowie § 35a SGB VIII

Das Angebot der Jugendhilfe Feldatal richtet sich an junge Menschen, die aufgrund belastender Lebenserfahrungen, traumatischer Erlebnisse, fehlender familiärer Unterstützung und/oder sozialer Fehlentwicklungen mit pädagogischer Unterstützung in ihrer emotionalen, sozialen und kognitiven Entwicklung gefördert werden sollen.

Aufnahme

Aufnahmealter
• in den Wohngruppen der Stammeinrichtung ab 7 Jahren
• im JuFa Merlau ab 5 Jahren
• im Stationären Trainingswohnen frühestens ab 16 Jahren
• im Betreuten Wohnen in der Regel ab 16 Jahre

Unterbringungsmöglichkeiten
• 1 Mädchenwohngruppe mit 8 Plätzen
• 1 Jungenwohngruppe mit 9 Plätzen
• 1 koedukative Wohngruppe mit 8 Plätzen
JuFa Merlau mit 9 stationären und 4 tagesstrukturierenden Plätzen für Jungen und Mädchen sowie einem ambulanten Team mit bis zu 24 Fällen
• Stationäres Trainingswohnen mit 5 Plätzen in einem 2er bzw. 3er Appartement mit eigener Küche und Sanitärbereich
• 2 Notaufnahmezimmer
• Betreutes Wohnen mit 2 Plätzen in Alsfeld und einem Platz mit flexiblem Standort

Verbindliches Aufnahmeverfahren:
• Anfrage
• Kennenlernen
• Möglichkeit des Probewohnens
• Aufnahmegespräch

Ausschlusskriterien sind:
• manifeste Drogenabhängigkeit
• Handel mit Suchtmitteln
• akute Psychosen
• akute suizidale Tendenzen / Fremdgefährdung
• schwere geistige und/oder körperliche Behinderung
• grundsätzliche Verweigerung der Mitwirkungsbereitschaft

Inhalte

  • Regelhafte Arbeit mit der Herkunftsfamilie
  • bei Bedarf:

    -intensiv-pädagogische Arbeit in der Herkunftsfamilie durch eine sozialpädagogische Fachkraft im Rahmen von Fachleistungsstunden
    -begleiteter Umgang im Rahmen von Fachleistungsstunden

  • alle Schulen inklusive Förderschule für Lernhilfe sind im näheren Umfeld per Schulbus zu erreichen
  • Grundschule vor Ort
  • Nachhilfe/Hausaufgabenbetreuung intern durch eine eigene Lehrkraft
  • enge Kooperation mit Ausbildungs- und Praktikumsbetrieben in der Region
  • Bolzplatz
  • Basketballplatz
  • Partykeller
  • Fitnessraum
  • Billard und Tischfußball
  • Kreativraum
  • Diverse Sportangebote

JuFa Merlau

Das „Jugend- und Familienhaus Merlau“ befindet sich in zentraler Lage des Ortes Merlau (Gemeinde Mücke).

Zielgruppe des „Jugend- und Familienhauses Merlau“ sind:
Junge Menschen, die aufgrund belastender und/oder traumatischer Lebenserfahrungen, fehlender familiärer Unterstützung und/oder sozialer Fehlentwicklungen im Zusammenleben in einer Gruppe Gleichaltriger mit pädagogischer Betreuung in ihrer emotionalen, sozialen und kognitiven Entwicklung gefördert werden sollen.
Familien oder erziehende Einzelpersonen, die Beratung und/oder Unterstützung benötigen, um die Erziehung ihrer Kinder zunehmend eigenverantwortlich und dem Kindeswohl entsprechend ausüben zu können.

Der Zugang zum Jugend- und Familienhaus erfolgt in jedem Fall über das Jugendamt und setzt einen entsprechenden Hilfebedarf nach SGB VIII (möglich: § 27 i.V.m. §§ 30, 31, 34 SGB VIII, § 35a SGB VIII oder § 41 SGB VIII) voraus.
Darüber hinaus versteht es sich auch als niedrigschwellige Anlaufstelle im Sozialraum und stellt einen offenen Raum dar, der zu Austausch, Begegnung und Vernetzung einlädt.

Verselbstständigung

Selbstständigkeit und der komplexe Prozess des „Selbstständig-Werdens“ beschränken sich nicht nur auf einzelne Fertigkeiten, sondern umfassen den ganzen Menschen.
Erziehung zur Selbstständigkeit muss dauerhafter Bestandteil des gesamten Erziehungsprozesses sein.
Selbständig-Werden ist als Eigenleistung des jungen Menschen zu begreifen, die dieser in Interaktion mit seiner Umgebung erbringt. Pädagogische Arbeit muss ansetzen bei den Ressourcen und Lebensentwürfen des jungen Menschen, seine Vorstellungen und Lebensentwürfe respektieren und aufgreifen. Die Haltung dabei muss sein, den jungen Menschen als „Spezialist für sein eigenes Leben“ zu achten. In diesem Zusammenhang spielt dessen Biografie eine wesentliche Rolle.

Jugendhilfe versteht sich hier als Experimentierfeld, indem jungen Menschen Erfahrungen in einem noch geschützten Rahmen ermöglicht.
Die Verselbstständigung umfasst:
1. den Persönlichkeitsbereich
2. Schule, Ausbildung und Beruf
3. den lebenspraktischen Bereich