COVID-19 ist in Gedanken da und bringt seine Herausforderungen mit sich

Der Corona Virus (COVID-19) trat erstmals Ende Dezember 2019 in der Millionenstadt Wuhan, China auf. Seither hat er sich binnen weniger Wochen über den Globus verbreitet. Der Corona Virus ist derweil in 148 Ländern aufgetreten und wird von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als Pandemie eingestuft. Eine Pandemie wird ausgerufen, wenn eine neue Krankheit weltweit ausgebrochen ist. Somit ist auch der Virus im hessischen Vogelsberg angekommen, in Deutschland sowieso.

Corona haben wir alle mitbekommen, sei es durch die Medien, Schulen, aber auch besondere Hygienevorschriften in der Einrichtung. In Gesprächen wurde besonders auf die Symptome, welche der Virus hervorruft hingewiesen. Aber bis vor wenigen Tagen konnte man immer wieder die Gedanken an den Virus wegschieben mit dem kleinen Hintergedanken „Mich wird es schon nicht betreffen“. Doch es betrifft uns alle und bewusst wird und wurde es uns allen durch drastische Maßnahmen der BRD, des Landes Hessen und auch der einzelnen Kommunen. Vielleicht braucht es diese drastischen Maßnahmen um jeden Einzelnen wach zu rütteln und ein Bewusstsein für sich selbst und die Gesellschaft zu schaffen.

Ab Montag den 16.03.2020 gehen unsere Kinder und Jugendlichen nicht mehr zur Schule. Dies bedeutet erhöhte Betreuungszeiten für das pädagogische Personal, aber auch auf Leitungsebene wird genau geschaut, welche Maßnahmen erforderlich sind, „Meldeketten“ erstellt, „Notfallpläne“ besprochen, das Personal für persönliche und gesellschaftliche Bedürfnisse sensibilisiert, aber auch gedankt für das gerade jetzt gebrauchte erhöhte Engagement. Krisenzeiten stellen allesamt vor neue Herausforderungen, die es zu meistern gilt.

Eine Herausforderung bei uns in der Einrichtung wird sein, dass das Lernen im Einrichtungsrahmen fortgeführt wird, denn die Schulschließungen bedeuten nicht zusätzliche Ferien und das Kinder und Jugendliche sich in Massen zusammen tun und chillen. Einige unserer Kinder stehen vor dem Wechsel in die Sekundarstufe I und die „Großen“ vor Schulabschlüssen. Es gilt das Lernen durch „I-learning“, aber auch durch individuelle Förderung je nach Leistungs- und Entwicklungsstand oder gemeinschaftliches Lernen in Lerngruppen fortzuführen.

Wünschenswert wäre, dass sich das gesellschaftliche Gemeinschaftsgefühl, welches ab und an ersichtlich ist, auch auf unsere Einrichtung überträgt. So singen die Italiener der Isolation auf ihren Balkonen an, winken und lächeln sich zu. James Blunt beispielsweise hat in einer leeren Elbphilharmonie gesungen und es wurde im TV übertragen. Aber auch auf regionaler Ebene gibt es Projekte der Nächstenliebe und Fürsorge, so beliefert beispielsweise das Kestricher Tegut Senioren und gefährdete Personen nach vorheriger telefonischer Bestellung. Im Rahmen unserer Einrichtung können die älteren Jugendlichen den Jüngeren beim Lernen helfen, als auch die Erwachsenen den Älteren. Ebenso gilt es der zwangsläufig aufkommenden Langeweile entgegen zu treten, denn fünf Wochen fernab jeglicher außerhäuslichen Freizeitaktivitäten, kann lange sein. Unsere Kinder und Jugendlichen müssen nun damit zurechtkommen, dass ihr überwiegendes Leben in der Einrichtung stattfinden wird, dies entspricht in ihrem Sinne sicherlich schon einer Form von Quarantäne. Zugute kommt ihnen jedoch, dass bei uns in der Einrichtung trotzdem immer was los ist, anders als vielleicht in einem ganz „normalen“ Familienhaushalt.

So gilt es zum Wohle der Kinder und Jugendlichen, als auch dem Personal der Einrichtung, aber natürlich auch zum Wohle der Gesellschaft gesund zu bleiben, Rücksicht aufeinander zu nehmen und sich in Verzicht und Disziplin zu üben.

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