Geschichte

Im Jahre 1952 wurde das „Landjugendheim Groß-Felda“ gegründet. Aufgabe dieses Heimes war damals, jungen Menschen, die unter den sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen im Nachkriegsdeutschland litten, auf dem Land Arbeit, Ausbildung und Wohnung zu geben. In der Anfangszeit arbeiteten die Mädchen und Jungen in landwirtschaftlichen Betrieben, wurden dort auch verköstigt und kehrten nach Feierabend ins Heim zurück. Am Abend und an Wochenenden bestanden zahlreiche Freizeitangebote, die zum Teil auch offen für die übrige Dorfjugend waren.

Die zunehmende Technisierung der Landwirtschaft und der damit zurückgehende Arbeitskräftebedarf in diesem Bereich sowie das Interesse der jungen Menschen an anderen Ausbildungsberufen erforderten strukturelle Veränderungen hin zu einem „Jugendwohnheim“. Neben der Vollverpflegung im Heim wurde auch Unterstützung bei der beruflichen Ausbildung Bestandteil des Angebotes.

In den 1970er Jahren erfolgte die Weiterentwicklung zum „Jugendheim Feldatal“, die mit folgenden Schlagworten beschrieben werden kann:

• Aufgliederung des Heimes in Wohngruppen
• Investitionen in Gebäude und Ausstattung
• Herabsetzung des Aufnahmealters / Aufnahme von Schülern
• Erhöhung der Anzahl pädagogischer Fachkräfte
• Supervision und psychologische Fallberatung als Standard

In den Folgejahren rückte den Pädagogen in wachsendem Maße die Tatsache ins Bewusstsein, dass ein Großteil der aufgenommenen jungen Menschen traumatische Erfahrungen gemacht hat und/oder Vernachlässigung oder Verwahrlosung erlebt hat.

Dies erforderte konzeptionelle und strukturelle Veränderungen sowie personelle Aufstockungen, Ausbau von Beratung, Fortbildung und Supervision.

Zusammen mit der parallel begonnenen Einrichtung von Wohn- und Betreuungsmöglichkeiten außerhalb des Stammhauses, der Entwicklung ergänzender ambulanter Dienste sowie die Umstrukturierung einer Wohngruppe in ein Jugend- und Familienhaus (Hilfen unter einem Dach), entstand somit das derzeitige Angebot der Jugendhilfe Feldatal.